Eine Schule im Wandel der Zeit
1912 – 2012
17. Oktober 2012 – Unser Schulgebäude wird 100 Jahre alt!
08:00 Uhr Laternenumzug zum Wallgebäude,

Ansprache des Herrn Superintendanten Kuhn

09:00 Uhr Geburtstagsfrühstück in den Klassen
09:20 – 09:40 Uhr Hofpause
09:40 Uhr Empfang der Gäste durch die Schulleitung im Speiseraum
09:40 Uhr Geburtstagsfeier in den Klassen
11:00 Uhr Treffpunkt Schulhof:

Wir begrüßen die kommenden 100 Jahre

Aus der Festwoche zum Jubiläum

100 Jahre Rolandschule

Montag, 11.06.2012

  • Eröffnung der Festwoche
  • Schulleben vor 100 Jahren
  • Pausenspiele

Wenn Sie rechts auf das Foto klicken, können Sie sich den Unterricht „wie vor 100 Jahren“ anschauen >>

MAZ / Dienstag, 12.Juni 2012 Prignitz – Kurier S. 12

„Das war alles viel strenger“

Rolandschüler spielten und lernten wie vor 100 Jahren, als ihr Schulhaus eröffnet wurde

Ein ganzes Jahrhundert als ist das Gebäude der Rolandschule. Gestern begann die für Schüler und Lehrer gleichermaßen aufregende Schulfestwoche.

von Michael Beeskow

Perleberg: So viel zu erzählen gab es nicht jeden Tag, wenn man aus der Schule kommt. Die Mädchen und Jungen der Rolandschule versetzen sich gestern in die Zeit vor 100 Jahren zurück, als ihr Schulhaus eröffnet wurde.

Also: Der rechte Arm wurde bloß angewinkelt, der Zeigefinger bis in Kopfhöhe gehoben und mit der linken Hand wurde der rechte Ellenbogen gehalten. So war das damals üblich, wenn man sich im Unterricht gemeldet hat. Schnipsen mit den Fingern – das gab es schon gar nicht. Wer aufgerufen wurde, trat aus der Bank und stellte sich gerade mit geschlossenen Hacken auf. Zu Beginn des Unterrichts musste ein sauberer Taschentuch vorgezeigt werden und die Fingernägel. War da was Schwarzes, gab es etwas mit dem Rohrstock über die Finger. Laura Sophia Ott und Lina Lee-Borchert aus der 3b kommen kaum zum Luftholen, so viel gibt es zu berichten. Überhaupt die Strafen: In der Ecke stehen, das ging ja noch. Aber es gab auch eine Eselsmütze mit langen Ohren, die musste man aufsetzen und sich dann auf einen Holzesel setzen. Alle lachten dann.

„Das war viel strenger“, meinten die beiden Schülerinnen übereinstimmend. „Da finde ich unsere Schule besser“, urteilte Laura Sophie. Obwohl schränkte Gina dann ein. Das mit der Belohnung war nicht schlecht. Die Lehrer gaben Fleißkärtchen und in besonderen Fällen durfte ein Schüler sich neben dem Lehrer vor die Klasse setzen.

Gar nicht so schlecht waren auch die Spiele, die die Kinder damals spielten. Es gab eine Menge: Der Plumpsack geht um, Murmeln und Kreisel, Gummihopse, Lange Nase, Dorn-röschen, Pfänderspiele oder Tauziehen. All diese alten Pausenspiele spielten die Roland-schüler gestern. Lehrer und Schüler hatten sich alte Kleidungsstücke angezogen, so dass man sich in die Zeit vor 100 Jahren zurückversetzen konnte.

Mit dem Schulhaus auf der Beguinenwiese verbindet sich eine bewegte Geschichte. Der ehemalige Rolandschüler und heutige Student im Lehramt Thomas Kajnat hat eine Chronik zum Jubiläum erstellt. Am 17. Oktober 1912 erfolgte der Umzug der Schule vom ältesten Gebäude der Stadt, dem heutigem Wallgebäude, in das neue Schulhaus. Damals hieß es: „Das Beste was ein Gemeinwesen hat, sind seine Kinder und darum. für das Beste ist gerade das Beste gut genug.“ Ein Satz, den Schulleiterin Herta Richter, gern zitiert. Weil er heute nicht weniger gültig ist. Bis zum Freitag folgen Aktionen – „Rolandschule heute“, Auftritt der Kinderband „Radau“ und ein Fußballturnier.


 

Dienstag, 12.06.2012

Unterricht vor 100 Jahren – mit folgenden Fächern:

Rechnen / Schönschreiben / Naturkunde / Handwerk / Nadelarbeit / Leibesübungen / Gesang / Plattdeutsch / Hauswirtschaft / Rechnen / Benimmunterricht

Aus der Prignitz – Mittwoch, 13. Juni 2012 – Seite 12

Rohrstockhiebe und knien auf Holz

Rolandschule feierte diese Woche 100. Geburtstag ihres Hauses unter anderem mit Unterricht wie in jenen Tagen

Perleberg: Es hätte gestern sein können: Vom Perleberger Wallgebäude aus zogen vor 100 Jahren Schüler und Lehrer in Richtung Beguinenwiese. Vorn weg der Pfarrer. Ihr Ziel: Das neue Schulgebäude, das heute die Rolandschule beherbergt. Mit den Worten: „Vom ältesten Gebäude kommen wir, vor dem Neuesten stehen wir“, weihte der damalige Direktor Böttger das neue Schulhaus ein. Und dann begann der Unterricht an der neuen Gemeindeschule. Den konnte man gestern noch einmal live erleben.

Schüler und Lehrer waren ins andere Jahrhundert gesprungen und natürlich auch ent-sprechend gekleidet. Rektorin Herta Richter: „Als wir mit Hut und im Frack bzw. ganz in Schwarz wie eine Beerdigungsgesellschaft vor den Schülern standen, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Alle waren mucksmäuschenstill.“ Es wird hart durchge-griffen uns so bekommen einige ganz Vorlaute schon den Rohrstock zu spüren, bzw. müssen auf Holz knien, ergänzt sie schmunzelnd. „Aber die Fingernägel waren heute schon sauberer, und keines der Mädchen hatte noch lackierte Nägel“, fügt Eva Hohensee an. Sie ist an diesem Tag „Herr Lehrer“ und gibt Benimmunterricht. Geht die Klassentür auf, heißt es aufstehen, und der Gast wird im Chor höflich begrüßt. Gerade sitzen, Hände gefaltet – „das ist ganz schön anstrengend“, gesteht Marvin aus der 3b. „Aber es macht Spaß, auch wenn wir lachen müssen und es nicht dürfen.“ Cihan, 6b, beichtet, dass so ein Rohrstock schon Furcht einflößend sei, man richtig Respekt habe. „Man kann ja nicht wissen, ob es wirklich eins auf den Hosenboden gibt.“ Die Lacher der Mitschüler hat er da natürlich auf seiner Seite. Fakt sei aber, einer achtet mehr auf den anderen, dass er sich auch ordentlich benimmt. „Weil es eben auch Spaß macht“, sagt Jette, 6b. Sie, Pia, Kaya und die anderen gerade Nadelarbeit. Sticken steht auf dem Stundenplan. „Wir machen das auch in der AG. Nun können wir den anderen mal zeigen, wie es richtig geht“, so die drei ganz stolz. Derweil haben die Jungen der 4a auf dem Schulhof Leibesertüchtigung bei Fr. Brennauer. Schreiben lernen die Steppkes der Klasse 1a bei Fr. Brunk. Erst Luftschreiben, dann mit der Kreide auf der Schiefertafel. „Die Buchstaben sehen so komisch aus, aber es ist irgendwie cool“, berichtet Dion. Neben ihm auf der Schulbank hat die Oma von Leon Platz genommen, um diese außergewöhnliche Unterrichtswoche mitzuerleben. „Es ist einfach toll und man erinnert sich an die eigene Schulzeit. Obwohl, so streng ging es bei uns schon nicht mehr zu.“

Schönschreiben in Süttlerlinschrift mit Federkiel und Tinte bei Fr. Kohls. Fabian hat seinen Vornamen bereits zu Papier gebracht und vorlaut fragt er, ob er auch seinen Nachnamen schreiben kann. Zur Strafe muss er nach vorne, mit dem Gesicht zur Wand stehen. Gar vor die Klassenraumtür wird Sophie, 4a, verbannt. „Ich konnte nicht stillstehen im Sport. Die hinter mir haben immer gelacht.“ Früher seien die Lehrer ganz schön streng gewesen. „Mal das zu erleben, ist aber super. Außerdem lernen wir so einiges Neues, denn Leibesübungen oder Benimmunterricht, wer kennt das schon.“

Ines Welk verfolgt als Mutti das Geschehen. „Einfach spannend, und es macht einen Heiden-spaß. Es ist schon interessant, wie sich die Jungen aber auch Mädchen beim Knöpfe annähen so anstellen. Jetzt ist gerade marschieren und singen angesagt.“ Erst die Mädchen. „Singen vorzüglich, doch mit dem Rechnen hapert es noch. Ihr sollt euch doch in Zweierreihen auf-stellen, fordert Fr. Lehrerin auf.

Endlich große Pause: Auf dem Schulhof tummeln sich Mädchen und Jungen, spielen Seil-hüpfen und Ziehedurch. Und auch hier fehlt der Rohrstock nicht, herrscht ein ungewohnt rauer Ton. „Es ist auch für uns Lehrer überaus anstrengend. Während heute die Schüler eine Aufgabe bekommen und sie dann selbständig lösen, wurde vor 100 Jahren alles befohlen“, berichtet Helga Brunk. Die Schüler waren ständig Aug´in Aug´ mit dem Lehrer. Und wer nicht folgte, wurde gezüchtigt.

Doris Ritzka


 

Mittwoch, 13.06.2012

Schule heute: Unsere große Talenteshow startet

Jede Klasse hatte 1 – 2 Beiträge vorbereitet, die auf der Freifläche an der Sporthallte präsentiert wurden.

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Donnerstag, 14.06.2012

Schule heute: Präsentation des Ganztages

Alle 44 Arbeitsgemeinschaften präsentierten sich entweder mit einem kleinen Beitrag oder einem Stand in der Rolandhalle. Die Koch-AG und viele fleißige Muttis und Vatis sorgten für ein umfangreiches Kuchenangebot.

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Abends: Die Hamburger Band „Radau“ begeistert an der Turnhalle jung und alt mit ihrer Musik.

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„Radau“ an der Sporthalle SVZ, Freitag, der 15.Juni 2012; S. 14

Perleberg Radau und ein „Großaufgebot“ von Kindern aber auch Eltern gestern an der Sporthalle der Rolandschule. Die Hamburger Band „Radau“ sorgte dafür. Und der Nachwuchs war begeistert, ging mit den vier Vätern an Schlagzeug und E-Gitarren auf Kuscheltier-Safarie im Kinderzimmer oder ab ins Schwimmbad. Kurzum, es war einfach ein Riesengaudi bei dem so einiges passierte. Da wurde sich verkleidet, mitgesungen, lauthals geschrien. Ein Rockkonzert ganz nach dem Geschmack des Nachwuchses. Und wie am T-Shirt zu erkennen, haben die Radau-Brüder auch in Perleberg bereits eine Fangemeinde – die Familie Witting, die die Vier zum Geburtstag der Rolandschule in die Prignitz holten. Dori

„Radau“ hob Kinder von den Sitzen

MAZ / Sonnabend / Sonntag, 16./17. Juni 2012 S. 16

Konzert für kleine Zuschauer ab vier Jahren zum 100. Geburtstag der Rolandschule

Perleberg: Das muss man den vier Akteuren der Hamburger Band „Radau“ lassen. Sie verstehen es, Kinder mit ihrer Musik zu begeistern. Am Donnerstag gestalteten sie anlässlich des 100. Schulgeburtstages von der Turnhalle der Perleberger Rolandschule ein Rockkonzert für Kinder ab vier Jahren. „Radau“ spielte „Das Blaue vom Hommel“. Im Startsong hieß es „Viel zu viel verboten. Ich Erlaube mir, was ich will“, denn „so richtig schön verboten muss es sein“. Vor allem animierten die Musiker die Kinder zum Mitmachen, ob es ums Bälle werfen ging, ums Arme Hochrecken oder um Schwimmbewegungen – dieses Publikum blieb nicht brav auf den Bänken sitzen. Ob dabei die Band oder das Publikum lauter waren, ließ sich nicht feststellen.

Zum Safarilied mussten die Kinder Tiere benennen, denn „Radau“ forderte sie auf: „Wir geh´n auf Safari. Wir kennen jedes Tier hier in Afrika“. So gingen die Zuhörer mit den Liedern von „Radau“ ins Schwimmbad und besuchten die Feuerwehr. Applaus gab es für Sophie und Lucas, die zum Luftgitarre spielen auf die Bühne geholte wurden. Möglich wurde der Auftritt der Hamburger von Steffi und Steffen Witting. Wh


 

Freitag, 15.06.2012

Wir sind Hertha-BS – Schule – Das Fußballturnier der Schule.

Folgende Sieger und Platzierte gab es:

Altersklasse Sieger 2. Platz
Kl. 1 / 2 weiblich Klasse 2b Klasse 2a
Kl. 1 / 2 männlich Klasse 2a Klasse 2b
Kl. 3 / 4 weiblich Klasse 3a Klasse 4b
Kl. 3 / 4 männlich Klasse 4a Klasse 4b
Kl. 5 / 6 weiblich Klasse 6b Klasse 6a
Kl. 5 / 6 männlich Klasse 6a Klasse 6b

Die Schulchronik anlässlich dieses Meilensteins
kann für 3 € im Sekretariat der Schule erworben werden.